Konfliktmoderation und Meditation in der Supervision - Praxisorientierte Methoden

Anmeldung auf Warteliste

Kursnr.
26-1350103
Beginn
Di., 01.09.2026,
09:00 - 18:00 Uhr
Dauer
1 Termin
Zielgruppe
Grundschule, Sek. I Oberschule, Sek. I Gymnasium, Sek. II gym. Oberstufe, Sek. II Berufsbildende Schulen

Konflikte gehören zum Alltag in Organisationen und Teams – und damit auch zur Praxis von Supervisor:innen, Coaches und Beraterinnen. Dieser Fortbildungstag vermittelt praxiserprobtes Handwerkszeug zur strukturierten Begleitung von Konflikten und schärft den professionellen Blick für den situationsgerechten Einsatz von Konfliktmoderation und Mediation.

Der Tag beginnt mit einem wertschätzenden, barrierearmen Einstieg über eine gemeinsame Mindmap, die zugleich eine lebendige Beispielsammlung für den weiteren Verlauf generiert. Früh wird ein praxisorientiertes Unterscheidungsmodell eingeführt, das entlang zweier Achsen – der emotionalen Tiefe (Eskalationsgrad nach Friedrich Glasl) und der horizontalen Dimension der Konfliktarten – eine klare Abgrenzung zwischen Konfliktmoderation und Mediation ermöglicht und den Teilnehmenden hilft, im Beratungsalltag sicher zwischen beiden Formaten zu wechseln.

Aufbauend darauf werden das 5-Phasen-Modell der Konfliktmoderation sowie eine bewährte Gesprächsstruktur vorgestellt und eingeübt. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem professionellen Umgang mit Emotionen und Bedürfnissen sowie auf dem produktiven Verhältnis von Problemwürdigung und Lösungsorientierung.

Der Nachmittag ist dem vertiefenden Üben gewidmet – sowohl der Konfliktmoderation als auch der Mediation. In praxisnahen Rollenspielen und Simulationen erproben die Teilnehmenden Haltung, Methoden und Interventionen in beiden Formaten: von der strukturierten Gesprächsführung in der Moderation bis hin zu den spezifischen Prinzipien und Phasen der Mediation – Allparteilichkeit, Freiwilligkeit, das Herausarbeiten von Interessen hinter Positionen sowie die gemeinsame Entwicklung tragfähiger Lösungen. Die Übergänge und Spannungsfelder zwischen beiden Formaten werden dabei bewusst zum Lerngegenstand gemacht. Konkrete Übungsschwerpunkte werden im Sinne einer simulierten Auftragsklärung partizipativ ausgehandelt.

Der Tag schließt mit einer strukturierten Abschlussrunde im Triadenformat, die Veränderungen, Bestätigungen und Neuerungen sichert.

Die Gestaltung wechselt flexibel zwischen kurzen theoretischen Inputs, Reflexionsphasen und handlungsorientierten Übungen.


Ziele

Die Teilnehmenden:

  • kennen den Unterschied zwischen Konfliktmoderation und Mediation und können situationsgerecht zwischen beiden Formaten unterscheiden und wechseln,
  • verstehen das 5-Phasen-Modell der Konfliktmoderation sowie die Grundprinzipien und den Prozessrahmen der Mediation als komplementäre Werkzeuge,
  • verfügen über eine erprobte Gesprächsstruktur für Konfliktmoderationen und grundlegende Mediationstechniken und können diese flexibel anwenden,
  • stärken ihre Handlungskompetenz im Umgang mit Emotionen, Eskalationsdynamiken und dem Herausarbeiten von Interessen hinter Positionen,
  • erweitern ihr methodisches Repertoire um konkrete Interventionen für beide Formate,
  • reflektieren die eigene professionelle Haltung gegenüber Konflikten, Allparteilichkeit und den ethischen Anforderungen beider Rollen.


Voraussetzung für die Teilnahme ist eine abgeschlossene Weiterbildung als Supervisor:in, Coach oder Berater:in.


Bei Rückfragen wenden Sie sich an Christoph Laun (christoph.laun@lis.bremen.de)


Kurstermine

Anzahl: 1
Datum

01.09.2026

Uhrzeit

09:00 - 18:00 Uhr

Ort

Am Weidedamm 20, LIS (Am Weidedamm)




Fortbildungsservice


Ansprechperson fachlich